Verdächtig hohe Effektivwerte an einem unserer Wi-care Systeme

 

 

Die Abteilung für vorausschauende Instandhaltung eines Kunden aus der Chemieindustrie wurde durch hohe Effektivwerte an einem ihrer Wi-care Systeme, dass an einem Abluftgebläse einer Produktionseinheit installiert ist, alarmiert.

 

Die Messwerthistorie und die Trenddaten haben keine Auffälligkeiten gezeigt. Die Schwingungsamplituden haben in letzter Zeit nicht stark variiert, wie dem Plot auf der rechten Seite zu entnehmen ist.

 

 

 

 

Der Amplitudenwert im Spektrum, der eine Aussage über eine vorhandene Unwucht zulässt (50 Hz) war niedrig und im zulässigen Bereich. Zu den Zeitpunkten, an denen der Effektivwert besonders hoch war, kann man im Spektrum eine 35 Hz Komponente erkennen, deren Amplitude über 10 mm/s liegt.

 

 

Zeitweise lagen die Amplituden mit über 20 mm/s sogar in einem kritischen Bereich.

 

 

Die Messung mit einem AMS 2140 Machinery Health Analyser über einen Zeitraum von einer Stunde, zeigt eine 35 Hz Komponente mit einer stark variierenden Amplitude, wie einem Ausschnitt der Aufzeichnung auf der rechten Seite entnommen werden kann.

Die meiste Zeit ist der Amplitudenwert höher als 10 mm/s rms und fällt von Zeit zu Zeit auf unter    2 mm/s rms. Unglücklicherweise wurden die meisten Routenmessungen des Kunden stets während der Phase gemacht, in der die Schwingungsamplituden im niedrigen Bereich lagen und somit in Ordnung waren.

 

 

 

 

 

 

Der Schwingungsverlauf über einen längeren Zeitraum zeigt die Amplitudenschwankungen sehr deutlich und das Wasserfalldiagramm lässt erkennen, dass die 35 Hz Komponente dominiert.

 

Nachdem der Kunde die Rahmenstruktur des Gebläses versteift hatte, war dieser weniger empfindlich der 35 Hz Komponente gegenüber und die Schwingungen blieben seitdem auf einem niedrigen, akzeptablen Level.

Das Wi-care System hat es geschafft, die Instandhaltungsabteilung auf die hohen Amplitudenwerte aufmerksam zu machen, eine Suche nach den Ursachen anzustoßen und das Problem erfolgreich zu beheben.

 

 

 

 

 

 

 

Die Rahmenstruktur und das Maschinensetup wurden verändert und das 35 Hz Problem beseitigt.

 

 

Die nebenstehende Trendkurve zeigt den Effektivwert nach den Änderungen am Gebläse und es ist deutlich zu erkennen, dass die Werte unter      3 mm/s rms bleiben.