Infrarot-Thermografie in der Instandhaltung

Wärmebildkameras können als komfortables Hilfsmittel in der Instandhaltung eingesetzt werden. Elektrische, elektrotechnische und mechanische Baugruppen lassen sich berührungslos flächenmäßig in Echtzeit erfassen. Die Ergebnisse sind äußerst anschaulich und lassen weitreichende Rückschlüsse zu. Als ergänzendes Mittel der zustandsorientierten und vorausschauenden Instandhaltung ist die Infrarot-Thermografie ein etabliertes Standardverfahren. Gleichzeitig können regelmäßige Untersuchungen mit Wärmebildkameras die Versicherungsprämie von Brandschutzversicherungen reduzieren.

Messprinzip

Abhängig von der Temperatur geht von jeder Materie Strahlung aus. Diese Wärmestrahlung wird mit einem temperaturabhängigem Frequenzspektrum ausgesendet. Dabei verschiebt sich die maximale Strahlenleistung bei steigender Temperatur zu einer höheren Frequenz einhergehend mit kürzerer Wellenlänge. Zusätzlich steigt die Abstrahlintensität. Wärmebildkameras nutzen meist den Wellenbereich zwischen etwa 2 und 14 µm zur Analyse der Temperatur. Diese Wellenlängen liegen im Infrarot-Bereich (IR). [1]

Detektoren der Wärmebildkamera erfassen die auftreffende Strahlung. Die Messdaten werden in einem Bild zusammengefasst, auf dem Oberflächentemperaturen ablesbar sind.

Wichtige Einschränkungen

Durch das Messprinzip der Errechnung einer Temperatur aus der erfassten Strahlungsmenge, muss der Einfluss von Emissionswerten der aufgenommenen Oberflächen, Reflexion sowie ggf. auch Hintergrundstrahlung berücksichtigt werden.

Beispielsweise ergibt die Aufnahme von blanken Metalloberflächen selbst unter Anpassung des Emissionswertes anhand von Tabellen dennoch meist zu hohe Abweichungen von der tatsächlich vorhandenen Oberflächentemperatur. [2]

Komplettangebot

I-Care steht der Industrie als kompetenter Partner für Infrarot-Thermografie zur Verfügung. Sowohl eine Prüfung vor Ort durch zertifizierte Elektrosachverständige, als auch der Vertrieb von Wärmebildkameras in verschiedenen Leistungsklassen werden angeboten. Das Angebot von dazu passenden Schulungen rundet das umfangreiche Angebot ab.

[1] VdS Schadenverhütung GmbH (Hrsg.): Berührungslose Temperaturmessung (Thermografie) - Hinweise für die Praxis ( Nr. VdS 2851). Köln, 2011
[2] VDI 2878 Blatt 3: Anwendung der Thermografie zur Diagnose in der Instandhaltung - Maschinen- und Anlagentechnik (Richtlinienentwurf), 2012