Plant Asset Management

Der Begriff Asset Management ist ein häufig gebrauchtes Schlagwort im betriebswirtschaftlichen Umfeld. 2009 wurde mit VDI/VDE 2651 Blatt 1 ein Standard für den Gebrauch in technischem Umfeld  geschaffen.

Mit Plant Asset Management (PAM) werden in der Prozessindustrie technische Betriebsmittel – englisch sogenannte Assets – betrachtet. Diese müssen der direkten Produktion zugeordnet werden können. [1]

Aspekte: Verwalten der Assets über den gesamten Lebenszyklus hinweg; Organisation des Einsatzes und Zustanderhaltens der Assets; Erzeugen und Bereitstellen von Informationen. Ziele: Bestmögliche Zuverlässigkeit und Effizienz der Assets, Wertsteigerung ...
Aspekte und Ziele eines Asset-Managements nach VDI/VDE 2651 Blatt 1 [1]

Die Richtlinie definiert wesentliche Aspekte und Ziele eines Plant Asset Managements. Diese sind in Abbildung 1 genannt: Von wesentlicher Bedeutung ist die strukturierte Sammlung und Bereitstellung betriebsmittelbezogener Informationen. Diese lassen sich auch später noch einem zeitlichen Verlauf sowie deren betriebswirtschaftlicher Bedeutung zuordnen. Im nächsten Teilaspekt wird auf dieser Datengrundlage Einsatz und Instandhaltung von Assets geplant. Die Auswertung aller Daten lässt Aussagen zum Zustand der Assets („Diagnose“) sowie dessen zukünftiger Entwicklung („Prognose“) zu. Auch sogenannte „Therapie“-Vorschläge zur Beseitigung von Mängeln lassen sich daraus ableiten. [1]

Als Ziele nennt die Richtlinie Optimierungen der Zuverlässigkeit, bei denen der Aufwand jeweils gerechtfertigt ist. Außerdem sollen Anlagen über den eigentlichen Anschaffungszweck hinaus genutzt werden. Dies umfasst sowohl beispielsweise die Vergrößerung der Leistungsfähigkeit durch höhere Drehzahlen als auch im abschließenden Teilziel eine Laufzeitverlängerung. [1]

Schrittweise Überwachung, Diagnose, Prognose und Therapie von Assets; parallele Informations-Bereitstellung und -Archivierung mit Auswertung und Verteilung an Assets und Fachabteilungen; von dort wieder Rückfluss der Informationen
Kernaufgaben des Plant Asset Management (Schema) [2]

In Abbildung 2 sind die wesentlichen Bestandteile des Plant Asset Managements blau hervorgehoben. Deren Wechselwirkungen und die Schnittstellen nach außen sind mit Pfeilen gekennzeichnet. In den vier links dargestellten Blöcken erlaubt die Auswertung von Messdaten eine Diagnose des Assetzustands. Mit weiteren Schritten wird ermöglicht, geeignete Maßnahmen für das jeweilige Betriebsmittel zu wählen. Der in Wechselwirkung stehende Datenbank-Block mit Informations-Bereitstellung und –Archivierung wird auch „Anlagen-Gesundheits-Portal“ oder „Asset Health Portal“ genannt. Diese hier zur Verfügung stehenden Informationen können im anschließenden Auswertungs- und Verteilungsblock für verschiedene Nutzerkreise gefiltert und gezielt weitergegeben werden. [2]

Das Plant Asset Management nutzt demnach bereits etablierte Abläufe. Diese werden aber einer universellen Struktur unterworfen, die von unterschiedlichen Fachabteilungen für ihre jeweiligen Zwecke genutzt werden kann.

I-Care ist europäischer Marktführer für moderne Instandhaltung und begleitet zahlreiche Partner bei der Umsetzung von Instandhaltungsmethoden wie des Plant Asset Managements.


[1] VDI/VDE 2651 BLATT 1: Plant Asset Management (PAM) in der Prozessindustrie - Definition, Modell, Aufgabe, Nutzen (VDI-Richtlinie), 2009
[2] REICHEL, J. ; MÜLLER, G. ; MANDELARTZ, J. (Hrsg.): Betriebliche Instandhaltung. Berlin, Heidelberg : Springer, 2009 — ISBN 978-3-642-00501-5, 978-3-642-00502-2